SENIORHUND · OKTOBER 2026
Wenn der Hund älter wird
Nicht jeder ältere Hund ist automatisch krank. Trotzdem gibt es Veränderungen, die wir ernst nehmen sollten.

Nicht alles ist einfach nur das Alter
Der Hund braucht länger zum Aufstehen, läuft nicht mehr so weit oder möchte plötzlich nicht mehr ins Auto springen. Schnell heißt es dann: Er wird eben alt.
Natürlich verändert sich mit den Jahren einiges. Aber hinter solchen Veränderungen können auch Schmerzen oder Erkrankungen stecken. Deshalb finde ich es wichtig, nicht alles direkt auf das Alter zu schieben.
Bewegung ja, aber passend
Auch alte Hunde brauchen Bewegung. Wie viel und welche, hängt vom Hund ab. Für den einen sind mehrere kurze Spaziergänge gut, der andere ist auch im Alter noch gern länger unterwegs.
Wichtig ist, auf die Belastbarkeit zu achten. Muskeltraining, Koordination und physiotherapeutische Übungen können sinnvoll sein. Aber nicht jede Übung passt zu jedem Hund. Gerade bei Vorerkrankungen sollte das Training individuell abgestimmt werden.
Kleine Veränderungen im Alltag
Rutschige Böden, hohe Einstiege oder ein unbequemer Liegeplatz können einem Seniorhund den Alltag unnötig schwer machen.
Manchmal helfen schon Teppiche, eine Rampe oder andere Spaziergangsrouten. Und manchmal ist es wichtiger, eine Pause zu machen, statt noch eine Runde dranzuhängen.
Was ich Haltern mitgeben möchte
Beobachte deinen Hund. Wie steht er auf? Wie bewegt er sich nach dem Schlafen? Hat er noch Freude an seinen gewohnten Aktivitäten?
Wenn du deutliche Veränderungen bemerkst, lass sie tierärztlich abklären. Physiotherapie kann anschließend oder begleitend helfen, aber sie ersetzt keine Diagnose.
Es geht nicht darum, einen alten Hund möglichst lange jung zu halten. Es geht darum, dass er sich in seinem Alltag wohlfühlt.
